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...kulturell und lehrreich 33 Stadtarchiv, die viel beachtete Galerie des Hagenrings, eine Malschule sowie eine Musikschule. Zu den Gralshütern der Stadtgeschichte zählt auch der in der Wippermann Passage ansässige Hagener Heimatbund (www.hagenerheimatbund.de), der seit über acht Jahrzehnten historisches Material, Karten, Bilder und Bücher zur Historie der Volmestadt sammelt. In zahlreichen Publikationen arbeitet der Verein historisch Relevantes auf und lädt mit Vorträgen und geführten Touren dazu ein, in die Stadtgeschichte einzutauchen. Allein der Ausblick von der einzigen erhaltenen Höhenburg Westfalens ist eine Reise wert. Schon von weitem ist das Schloss Hohenlimburg, das 1242 als Sitz der Grafen von Isenberg-Limburg erstmals urkundlich erwähnt wurde, sichtbar. Das Museum im neuen Palais des Schlosses zeigt Exponate zur fürstlichen Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts und zur Geschichte des Schlosses. Im Wirtschaftsgebäude des Schlosses ist noch bis Ende 2015 das einzige Kaltwalzmuseum Deutschlands angesiedelt. Dieser für die Wirtschaft des märkischen Sauerlandes so wichtige Industriezweig wird hier mit eindrucksvollen historischen Exponaten präsentiert. Die Maschinen im Erdgeschoss stammen aus der Zeit von 1905 bis 1952. Sie sind dem Produktionsverfahren entsprechend aufgestellt, zusätzlich werden sozialgeschichtliche Hintergründe veranschaulicht. Ganz hoch in der Gunst der Besucher steht zudem das Westfälische Freilichtmuseum. Auf einer Länge von rund 2,5 Kilometern bildet das malerische Mäckingerbachtal, eines der schönsten Wiesentäler des westlichen Sauerlandes, den passenden Rahmen für ein Museum, in dem ein ebenso faszinierender wie lehrreicher Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart geschlagen wird. Hier erleben die Besucher die Geschichte der Industrialisierung live. Auf einer Fläche von 42 Hektar präsentieren sich mehr als 60 historische Werkstätten und Fabrikbetriebe, die einen Bogen spannen von den ländlichen und kleinstädtischen Handwerksbetrieben bis hin zu den Anfängen der Hochindustrialisierung. Dabei sind die alten Maschinen und Geräte nicht nur zu besichtigen, vielmehr können Besucher selbst Papier schöpfen und drucken oder Seile schlagen. Beschließen kann man den Besuch mit einem frischen Bier aus der Museumsbrauerei und einem deftigen Schmiedeschmaus in der Museumsgastronomie „Haus Letmathe“. Und exakt an der Stelle, an der einst die alte Stadthalle stand, lässt seit 1997 ein Medienzentrum das alte Herz der Stadt wieder schlagen: der „Cinestar“, ein modernes Multiplexkino mit 2.000 Plätzen. Dank Einbindung der HagenMedien Stadtbücherei mit ihren mehr als 150.000 Büchern, Tonträgern, Noten und CD-Roms besticht das Medienzentrum durch eine wohl einmalige Verbindung von Kultur, Bildung und Unterhaltung. Themenbezogene Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und Filmvorführungen sorgen zusätzlich dafür, dass der Name Medienzentrum mit Inhalten gefüllt wird. Direkt hinter dem Medienzentrum befinden sich die Elbershallen, ein unter Denkmalschutz stehender alter Industriekomplex, in dem sich heute eine Großdiskothek, ein modernes Bowlingcenter, ein Spielpark für Kinder sowie mehrere Restaurants befinden. Mit dem Emil-Schumacher-Museum, das im August 2009 fertig gestellt wurde, entstand ein neuer kultureller Glanzpunkt von nationaler und internationaler Bedeutung im Herzen der Stadt. Eine breite Werkschau zeigt das Schaffen des 1999 verstorbenen Malers und Professors Dr. Emil Schumacher, dessen Arbeiten in allen wichtigen Museen der Welt hängen, in seiner Heimatstadt dokumentieren. Das Museum bildet zusammen mit dem Osthaus Museum Hagen das grandiose Hagener Kunstquartier. Stadthalle Freilichtmuseum Hagen


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