Lebendige Staedtepartnerschaften

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...politisch 29 Lebendige Städtepartnerschaften Als ausgesprochen weltoffene Stadt unterhält Hagen gleich sechs Partnerschaften zu Städten in Israel, Russland, Frankreich, Österreich und Deutschland. Hinzu kommt eine Patenschaft zum polnischen Kreis Elk, dem früheren Lyck. Schon am 11. Juni 1960 wurde die freundschaftliche Verbindung zwischen Hohenlimburg und Liévin in Frankreich besiegelt. Sie ist somit seit der kommunalen Neuordnung 1975 die älteste Partnerschaft Hagens überhaupt. Liévin gilt als die grüne Stadt vor den Toren des Artois und liegt nördlich von Arras im Département Pas-de-Calais. Das Gesicht der 35.0000-Einwohner- Stadt prägten einst der Kohlebergbau und die chemische Industrie. Mittlerweile hat sich Liévin zu einer modernen Handels- und Industriestadt mit zahlreichen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gewandelt. Seit dem 23. Juni 1965 unterhält die Stadt Hagen eine weitere partnerschaftliche Verbindung mit Frankreich: Montlucon liegt am Fluss Cher im Département Allier und ist mit seinen rund 80.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in der Auvergne. Sie liegt im Norden des Zentralmassivs im geographischen Mittelpunkt Frankreichs. Im Stadtbild beeindruckt die Mischung aus mittelalterlicher Altstadt und modernen Industriebereichen, deren Schwerpunkte im Bereich der feinmechanischen Werkstätten, der Eisen- und Stahlproduktion und der chemischen Industrie liegen. Ihre Innovationskraft verdankt die Wirtschaft der französischen Partnerstadt auch den verschiedenen schulischen und universitären Angeboten. So haben unter anderem die Universität für Technologie und eine Schule für Ingenieure der Informatik in Montlucon ihren Sitz. Den mittelalterlichen Charakter betonen zahlreiche beeindruckende historische Gebäude sowie das Schloss „Ducs de Boubon“. Zahlreiche kulturelle Angebote wie das Kulturzentrum Boris Vain, das Stadttheater, das Theater Illets sowie die eine Vielzahl an Sport- und Erholungsmöglichkeiten runden das Bild der Stadt ab, die bereits mehrfach den Wettbewerb als schönste blumengeschmückte Stadt gewonnen hat. 1967 kam Berlin-Zehlendorf als Partnerstadt hinzu. Im Jahr 2001 wurden die Bezirke in der Hauptstadt neu gegliedert und heißen jetzt Berlin-Steglitz/ Zehlendorf. Besonderes Kennzeichen des flächenmäßig größten Stadtbezirks der Bundeshauptstadt sind die üppige Bewaldung sowie die großzügigen Grünanlagen und zahlreichen Gewässer, die zusammen fast die Hälfte der 7,05 Hektar umfassenden Gesamtfläche einnehmen. Weit über die Grenzen der Stadt bekannt ist das größte Binnenseebad Europas, das Strandbad Wannsee. Von der langen Tradition der 1242 gegründeten Stadt zeugen nicht nur Schlösser und Kirchen, sondern auch das Museumsdorf Düppel, in dem Überreste mittelalterlicher Strukturen das Leben der Vorfahren erahnen lassen. In Zehlendorf ist mit der Freien Universität die größte Bildungseinrichtung Berlins beheimatet. Hinzu kommen Arbeitsstätten der Forschung, wie das Hahn-Meitner-Institut für Kernforschung und die Max-Planck- Gesellschaft. Die österreichische Kleinstadt Bruck an der Mur ging 1974 eine Verbindung mit der damals noch selbständigen Stadt Hohenlimburg ein. Diese wird seit der kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 von der Stadt Hagen fortgesetzt. Die Kleinstadt in der Steiermark liegt am Schnittpunkt von drei Tälern und zwei Flüssen auf 491 Meter Seehöhe. Urkundlich wurde sie erstmals 860 unter dem Namen „ad Pruccam“ erwähnt. Heute hat sie den Status der Bezirkshauptstadt mit Sitz vieler Behörden. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das spätgotische Kommesserhaus auf dem Hauptplatz (1499–1505), der eiserne Brunnen (1626), die Arkadenhöfe im Apothekerhaus (1520–1530) und im Rathaus (1530) sowie die Fresken in der Minoritenkirche (um 1380). Eine im 15. Jahrhundert im gotischen Stil errichtete Kirche gilt als bauliche Kostbarkeit der Steiermark. Die Städtepartnerschaft zu Smolensk in Russland wurde im November 1985 durch den damaligen Oberbürgermeister Rudolf Loskand und Alexander Schubnjakow, dem Vorsitzenden des Komitees der Volksdeputierten, unterzeichnet. Dabei war die Vorgeschichte bis zur Vertragsunterzeichnung die wohl schwierigste aller Hagener Städtepartnerschaften gewesen. Die politischen Gräben zwischen der Bundesrepublik und der Sowjetunion waren zum damaligen Zeitpunkt so tief, dass die Bundesregierung ausdrücklich von solchen Partnerschaften abriet. Städte wie Hagen versuchten, gerade über diesen Weg Der Hasper Löwe


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