Großstadtfieber - Begehbares Universum

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...informativ 11 Großstadtfieber Mit Theresia Floren erblickte Hagens wohl am meisten bejubelte Tochter am 13. Februar 1928 das Licht der Welt. Die kleine Erdenbürgerin ahnte damals ebenso wenig wir ihre Eltern Gertrud (geborene Schnapp) und Josef Floren, welchen kollektiven Jubel die Geburt auslösen sollte. Denn Theresia Floren schrieb mit dem Tag ihrer Geburt ein Stück Stadtgeschichte. Sie wurde die 100.000 Bürgerin von Hagen und erhob damit die Stadt in den Status einer Großstadt. Zur Erinnerung an dieses denkwürdige Ereignis überreichte Hagens damaligen Oberbürgermeister Alfred Finke eine Bronzemedaille an die Familie und übernahm die Patenschaft für die kleine Theresia. Mit dem von Hans Dorn geschaffenen Kunstwerk feierte sich Hagen als „jüngste deutsche Großstadt“, wie eine Inschrift auf der Rückseite dokumentiert. Zu sehen ist die Münze heute als Teil der Dauerausstellung des Hagener Stadtmuseums. Nur ein Jahr nach der Geburt von Theresia Floren wuchs Hagens Einwohnerzahl mit einem Schlag um fast 50 Prozent, nachdem Haspe und Vorhalle eingemeindet wurden. Damit verzeichnete die Volmestadt 1929 insgesamt 147.770 Einwohner. Bis 1939 stieg die Zahl sogar auf 156.439. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs nahm auch die Bevölkerungszahl dramatisch ab, sank schließlich bis Ende 1945 auf 124.831. Nach dem Wiederaufbau und parallel zum Einsetzen des wirtschaftlichen Aufschwungs wuchs die Zahl der Menschen, die in Hagen lebten, kontinuierlich. Im Jahre 1964 erlangte die Volmestadt erstmals den Status einer „doppelten Großstadt“ nachdem hier 201.679 Einwohner gezählt wurden. Mit der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen stieg die Einwohnerzahl mit der Eingemeindung Hohenlimburgs im Jahre 1975 auf die bis heute unerreichte Rekordzahl von 231.840. Im Jahr 2005 sank dann die Bevölkerung mit 199.657 Menschen erstmals wieder unter die magische 200.000er Marke – Tendenz sinkend. Um diesen Trend zu stoppen setzen sich die Stadt Hagen, das Zukunftsforum und verschiedene Arbeitskreise intensiv mit Fragen des demographischen Wandels auseinander, damit Hagen auch in Zukunft liebens- und lebenswert bleibt. Begehbares Universum Den Weg zu den Sternen eröffnet das erste begehbare und begreifbare Planetenmodell der Welt, welches in Hagen initiiert wurde. An vielen markanten Stellen auf den Gehwegen in der Innenstadt befinden sich große Bronzeplatten, die den Lauf der Planeten kennzeichnen. Bezugspunkt ist für alle Platten ist jeweils die große Sonnenkugel auf dem Rathausturm. Walter K.B. Holz veröffentlichte bereits 1959 erste Ideen zum Aufbau eines maßstabgetreuen Abbildes des Sonnensystems. Ab 1970 wurden seine Ideen in die Wirklichkeit umgesetzt. Dabei beträgt ein Meter im Modell eine Million Kilometer in der Natur. Die Bronzeplatten enthalten neben den maßstabgetreuen Abbildungen der Planeten auch deren wichtigste Daten. Die Sonnenabstände sind dem Maßstab des Planetenmodells ebenfalls angepasst. So ist zum Beispiel die 1,25 Zentimeter messende Modellerde 150 Meter von der 1,39 Meter großen Sonne entfernt. Als äußerster Planet im System hat Pluto einen Modellabstand von 5,91 Kilometer. Seit dem Tod von Walter K.B. Holz im Juni 1993 arbeiten der Förderkreis Planetenmodell Hagen und die Volkssternwarte Hagen eng zusammen, um dieses wertvolle Modell zu erhalten und noch weiter auszubauen. Planetenmodell im Volkspark Hagen blüht auf – Mustergarten


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